Blackbook Part 1 – „and I show you how deep the rabbithole is“
Ausstellung von Meret Tobler, Ronny Portmann & Yves Siegrist im Kunstraum Aarau, Ochsengässli 7 5000 Aarau, www.kunstraumaarau.ch
Rauminstallation, Ausstellung vom 20.11 bis 20.12.2009, Freitag 11.12.2009 19h Kunstraumtalk
Lauf des Lebens
Nov. 09 Ausstellung Kunstraum Aarau „Blackbook 1 – „and I show you how deep the rabbithole is“
seit Nov. 08 Gessaga Hindermann, Zürich
2005 – 08 Bachelor of Arts in Innenarchitektur und Szenografie, Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel
2007 Auslandsemester, Produkt Design, Kunsthochschule Berlin
2004 – 05 Vorkurs, Hochschule für Gestaltung und Kunst Luzern
2002 – 04 Praktikum und dann Anstellung, Atelier für Gestaltung Luzern, Bruno Muff Dipl. Designer / Architekt VSI/SID
1997 – 01 Berufslehre als Hochbauzeichner
Diverse Anstellungen:
- Hilfsarbeiter, insgesamt ca 6 Monate bei Bauunternehmung Gloggner, Ruswil (Luzern)
- Mitarbeiter bei Ringier für Aufzeichnungen von „Al Dente“ für Schweizer Fernsehen, Zürich
Für die, welche mir eine Postkarte oder ein paar Zeilen schreiben wollen; wohne momentan an der Kleinmattstrasse 14 in 6003 Luzern
Kontakt
ronny_p@gmx.ch
Bühnenbild „Hirngespinst“, 2007
Prolog:
„Ein grosses Glück verkündet er, Unfassbar gross: Dass alles hier und dort und da und wieder hier und wieder dort Dein eigen sei, beweist er dir. Er spinnt Feinres als Zwirn. Ein Schlaukopf ist er, toll verschmitzt, Arg abgefeimt und hochgewitzt.“
(Aristphanes, „Die Vögel“, Reclam, Stuttgart, 2005, S. 23)
Inhalt:
Der Ätherraum bildet sich aus tausenden von hängenden Fäden. Diese stellen die Verbindung zwischen der Erde und den Göttern her. In dieser Fadenwelt leben die Fädenschen. Mit ihrer Umgebung verstrickt, sind sie Teil dieser Zwischenwelt. Jeder Fädensch ist mit einer angebrachten Anzahl Fäden verbunden und hat die Kontrolle über diese. Die losen Fäden jedoch sind unabhängig von den Fädenschen und dienen der Götter- und Menschenwelt als gegenseitige Versorgungs-stränge. Sie werden fleissig benutzt und dienen der Opfergabe. Vom Hirngespinst zweier Erdlinge gepackt, beginnen die Fädenschen, sich auch der losen Versorgungsfäden zu bemächtigen. Damit stören und schwächen sie die existentiellen Stränge der Götter und Menschen.
Einer der zwei Neulinge mausert sich zum alleinigen Führer der Fädenschen. Genau nach Plan und Anweisung nimmt die Machtübernahme ihren Lauf und so gewinnt das Fädenschenvolk langsam die Kontrolle und die Herrschaft. Ausgehungerte und vom schleichenden Machtverlust in Rage versetzte Götter versuchen zu verhandeln.
Doch statt einzelne Stränge wieder frei zu geben, stellt der neue Diktator Forderungen. Er verlangt die offizielle Machtübergabe an die Fädenschen und die Göttin von Recht und Gesetz als Gemahlin. Von der Machteuphorie geblendet, werden die Fädenschen selber ineinander verstrickt und verwickelt. So geraten auch sie unter die Machtklauen des Führers. Zum Schluss heiratet der neue Machtinhaber, welcher sich aber auch selber schon ziemlich in den Fäden verheddert hat, die Göttin. „Heil dem mächtigsten aller Götter“.
Botschaft:
Wie ein eigennütziges Hirngespinst entstehen und mit List die Masse dafür gewonnen, begeistert und bewegt werden kann.
Epilog:
„Bei allen Göttern, wirklich zum Erstaunen ist`s! Mir kommt`s in Wahrheit wie ein Lügenmärchen vor.“
Selbstverständnis:
Die Masse wird schnell und gerne missbraucht. Man soll sich dessen bewusst werden und, z.B. mit Blick auf die Medien oder die Politik, vor der Manipulation gewarnt sein.
(Aristphanes, „Die Vögel“, Reclam, Stuttgart, 2005, S. 58)






































